| 1 Warum kann ich denn nicht schlafen? Das gibt’s doch nicht! Todmüde mache ich die Augen auf und versuche, in der leicht rötlichen Dunkelheit auf den Wecker zu schauen. Ich hätte es nicht tun sollen. Die roten Leuchtziffern strahlen mir direkt in die Augen. Wie kann man solche Leuchtziffern nur so hell gestalten? Mit so einem Leuchtfeuer im Schlafzimmer kann doch kein Mensch schlafen. Oh Gott. 00:57! Fast 1 Uhr. Und morgen ist wohl der für
mich wichtigste Tag in meinem Leben. Hab ich schon geschlafen? So richtig
kann ich mich nicht erinnern. Ich hab das Gefühl, noch nicht eine
Minute geschlafen zu haben. Aber oft täuscht man sich da. Sagt man.
Auf andere trifft das sicher zu. Aber nicht auf mich. Ich habe noch nicht
geschlafen. Ganz sicher! Ich seufze tief. „Jetzt
reg dich mal nicht auf und versuch zur Ruhe zu kommen“ sagte ich
zu mir selbst in Gedanken. Ich muss versuchen, wenigstens ein paar Stunden
zu schlafen. „Mach die Augen zu, verdammt noch mal“ beschimpfe
ich mich selbst. In der Dunkelheit starre ich an die Decke und überprüfe,
ob ich in der Lage bin, Details zu erkennen. Aber scheinbar habe ich doch
keine Super-Kräfte. „Reiß dich mal zusammen“ schimpfe ich schon wieder mit mir. „Steh jetzt auf und geh ins Bad“. „Das ist doch nicht irgendein Termin, den man einfach mal so wahrnimmt!! “ Im Prinzip habe ich ja Recht. Aber ich sollte an meinem Umgang mit mir selbst arbeiten. So zu schimpfen spricht nicht gerade für meine soziale Intelligenz. Schließlich muss ich mit mir ja noch länger auskommen. Ich werde daran arbeiten müssen. Plötzlich ertönt eine
wirklich sehr verschlafene Stimme unter einem Berg von Decken hervor:
„Soll ich dir Frühstück machen?“. Wirklich lieb
gemeint. Aber ich will jetzt lieber mit meinen Gedanken alleine sein.
Ob sie das versteht? „Ach Schatz, bleib doch liegen. Ich zieh mich
nur schnell an und bin dann auch schon weg. Ich möchte noch gern
ein- zweimal um den Block laufen. Dann ist mein Kopf schön frei.
Ich melde mich sofort, wenn ich es hinter mir habe“. Keine Antwort!
Hat sie es gehört? Ist sie schon wieder eingeschlafen? Ich schleiche
mich aus dem Schlafzimmer. „Viel Erfolg“ ruft sie mir noch
nach. Aha. Sie hatte mich doch gehört. Es ist aber auch wirklich
noch sehr früh. 2
Mit dem Aufzug fahre in die unterste Etage. Wie viele Meter bin ich jetzt eigentlich unter der Oberfläche? Hundert Meter? Zweihundert Meter? Ich weiß es nicht. Und wenn ich das gefragt werde? Muss ich so was überhaupt wissen? Ich hab so viel gelernt in den letzen Monaten. Mut zur Lücke? Den habe ich nicht. Leider. Das macht das Lernen manchmal zur Qual. Heute werde ich sehen, ob es was genützt hat, sich so rein zu steigern. Ob die Schriftsteller damals die Phantasie hatten, sich unser Verkehrssystem vorzustellen? Bisher habe ich noch nichts Vergleichbares in einem der Science Fiktion gefunden, die ich so gerne lese. Immer ging es um Teleportation oder Beamen. Aber alle Versuche in diese Richtung sind kläglich gescheitert. Einige versuche waren durchaus Erfolg versprechend. Mit einem enorm hohen Energieaufwand war es Wissenschaftlern schon vor beinahe 100 Jahren gelungen, geringe Mengen Materie nahezu beliebig weit zu transportieren. Die Testergebnisse waren allerdings alle unbefriedigend. Die Materie verlor durch das auseinander Lösen des Molekularverbundes und das wieder zusammensetzen jedwede Struktur. Egal, welches Material man zu Testzwecken benutze, ob Stein, Stahl, Keramik, Glas oder Biomasse. Alles kam in genau der gleichen Konsistenz und Farbe auf der Empfängerseite zum Vorschein. Eine dunkelbraune zähflüssige Masse. Völlig geruchlos. Viele Jahre experimentierten die Wissenschaftler unter enormen Energieaufwand ohne irgendwelche Verbesserungen. Es scheint, dass es einfach nicht möglich ist, Materie in Energie und wieder in dieselbe Materie zurück zu Wandeln. Die Versuche wurden dann schon bald eingestellt. Die Ressourcen wurde anderweitig gebraucht. Nicht zuletzt aus diesen Gründen muss ich ganz normal, wie schon die Menschen vor vielen Jahren mit der Bahn zu meinem Bestimmungsort fahren. Gut, einige Verbesserungen zu damals gibt es schon. Menschliches Personal und damit potentielle Fehlerquellen gibt es nicht mehr. Unfälle, wie vor langer Zeit, sind mir nicht bekannt. Es muss ewig her sein, seit der letzte Unfall passiert ist. Ich kann ich an keinen Unfall erinnern. In so einer langen Entwicklungszeit haben sich nicht nur die Prozessoren verbessert mit der eine Bahn gesteuert wird, auch alle Materialen, die nötig sind um ein Schienensystem und darauf fahrende Wagen herzustellen wurden wesentlich verbessert. Da kommt die Bahn. Ich werde so ca. 25 Minuten zu meinem Zielort benötigen. Zeit genug, um sich einen Platz zu suchen, an dem ich möglichst ungestört sein kann. 3
Die Ankunft an meinem Zielbahnhof befreit mich aus meinen wehmütigen Gedanken. Ich muss mich beeilen, damit ich den Ausstieg noch schaffe, bevor der Zug wieder anfährt. Kurze Orientierung. Aha, Der Aufzug dort drüben scheint der Rrichtige zu sein. Ich bemerke noch drei Andere, die dieselbe Kleidung wie ich tragen. Mehr oder weniger gleichzeitig steuern wir auf denselben Aufzug zu. Und wie immer in solchen Situationen, ein kurzes Kopfnicken, ein eher schüchternes „Guten Morgen“ und betretenes Schweigen beim Warten auf den Aufzug. Mit der Bemerkung „Ich nehme an, wir wollen alle in das selbe Stockwerk“ versuche ich die Situation aufzulockern, als wir alle zusammen im Aufzug standen und gab ich das Ziel am Terminal ein. 145. Von meinen Mitfahrern kam nur ein verlegenes Lächeln. In wenigen Minuten sind wir in unserem Stockwerk angekommen. Der Anblick, der sich uns bietet,
als sich die Fahrstuhltür öffnet, war schon irgendwie seltsam.
Ungefähr 50 Frauen und Männer in identischer Kleidung versuchen
es sich mehr oder weniger in einer ungemütlichen, kalt wirkender
Vorhalle gemütlich zu machen. Die Gesichter wirken alle irgendwie
angespannt oder nervös. Es sind immer noch zehn Minuten bis zur Prüfung. Ein tiefer, wirklich wohlklingender Gong ertönt. Eine mindestens drei Meter hohe Flügeltür öffnet sich. Wir werden herein gebeten. Freundliche Menschen erkundigen sich nach unserem Namen und geleiten uns zu unserem Platz. Wir betreten einen riesigen Saal. Für jeden von uns steht ein Tisch mit Stuhl bereit. Auf jedem Tisch steht ein Terminal und verschieden Eingabegeräte. Ich setze mich an den mir zugewiesenen Platz und untersuche sofort meinen Platz. Das Terminal ist ein Touchscreen. Davor liegt ein ganz normales Keyboard, wie es schon seit ewigen Zeiten benutzt wird. Daneben liegt eine Maus. Ganz rechts liegt ein digitales Tablett. Sollen wir etwa zeichnen? Links neben der Tastatur steht ein Mikrofon. Dahinter erkenne ich einen Scanner. So, wie ich es erkenne, stehen oder liegen hier auf dem Tisch alle Eingabegeräte, die mir bekannt sind. Na, das wird ja was werden. Langsam werde ich immer nervöser. Ich versuche, möglichst unauffällig meine Hände an meiner Hose abzuwischen. Feuchte Hände! Wann hab ich so was zuletzt gehabt? Kann mich gar nicht erinnern. Und flau ist es mir auch im Magen. Ich hätte doch etwas frühstücken sollen. Um den Block bin ich auch nicht mehr gelaufen. Da bereite ich mich monatelang auf diese Prüfung vor und schaffe es doch tatsächlich, mit einer schlaflosen Nacht und einem hektischen Morgen alles zunichte zu machen. Ich werde auf jeden Fall entweder die Tastatur oder das Digitale Tablett zur Eingabe meiner Lösungen benutzen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Überlegung, ob meine feuchten Hände einen Kurzschluss am Touchscreen auslösen könne, etwas irrational sind. Aber sicher ist sicher. Langsam kehrt auch Ruhe ein. Das Stühle rücken, das Scharren von Schuhen, das Räuspern und das leise Gemurmel hatte so einen dichten Geräuschteppich über den Raum gelegt, dass erst jetzt auffällt, dass im Hintergrund leise klassische Musik spielt. Ist das Mendelsohn? Ja richtig. Die vierte Sinfonie, auch als italienische Sinfonie bekannt. Ist das nur Zufall? Warum höre ich eine meiner Lieblingssinfonien? Die Beständigkeit und die Qualität der Musik aus den längst vergangenen Zeiten verwundert mich manchmal schon. Diese Anhäufung von Genies in dieser relativen kurzen Zeitspanne ist doch wirklich auffällig. Sicher gibt es auch heut gute Komponisten. Und hat es auch in jüngster Vergangenheit gegeben. Aber eben solche Meisterwerke wie von Mendelssohn, Bach, Mozart Beethoven und noch einige mehr hat es einfach nach deren Schaffenszeit nicht mehr gegeben. Ist das Potential dieser Art von Musik womöglich schlichtweg ausgeschöpft? Ach, mach ich mir wieder Gedanken. Ich sollte mich entspannen und auf die Prüfung einstellen. Einfach zu akzeptieren, dass zufällig für mich schöne Musik im Hintergrund läuft, ist wohl für mich zu schwierig. Das eh schon sehr leise Stimmengemurmel verstummt. Auf einem leicht erhöhten Podest hat sich ein älterer Herr Aufmerksamkeit verschafft, indem er mit einem Schreibstift nur kurz auf den Pult vor ihm klopfte. Alle schauen gebannt und aufmerksam zu ihm auf. „Meine Damen und Herren, ich möchte sie hiermit herzlich begrüßen. Wir wollen uns nicht mit langen Vorreden aufhalten. Wie ich unschwer erkennen kann, trägt jeder von ihnen die Einheitskleidung. Neben der sicher diskutierbaren Tatsache, dass Die Kleidung sehr attraktiv ist, dabei lächelte er verschmitzt, gibt uns diese Kleidung die Sicherheit, dass sie keine Möglichkeit hatten, keinerlei Hilfsmitteln, welche Art auch immer, hier herein zu schmuggeln. Ich möchte sie noch einmal darauf aufmerksam machen, dass jede Art von Betrug zum sofortigen Ausschluss aus dem Prüfungsverfahren führt. Sie brauchen sich auch keine Mühe zu geben, die Ergebnisse und Lösungsversuche ihrer Nachbarn anzuschauen. Jeder von Ihnen bekommt drei unterschiedliche Aufgaben. Auf dem Bildschirm vor ihnen werden sie, sobald wir mit der Prüfung beginnen, im oberen Drittel einen Balken sehen, der Ihnen anzeigen wird, wie viel Zeit zur Lösung Ihnen noch bleibt. Darunter sehen sie eine Anzeige, die von Rot über Gelb bis zu Grün wechselt, je nachdem, wie sie mit der Beantwortung ihrer Fragen liegen. Für jeden von ihnen wird die Anzeige selbstverständlich anfänglich Rot anzeigen. Egal, für welche Eingabemöglichkeiten sie sich entscheiden, das System wird ihre Lösungsversuche in Echtzeit bewerten. Sie können das selbstverständlich auch ausnutzen und etwaige falsche Lösungswege sofort korrigieren. Ist ihre Zeit abgelaufen, wird der Bildschirm sofort schwarz und das System nimmt keinerlei Eingaben mehr an. Es bleibt mir nur noch, ihnen allen viel Erfolg zu wünschen. Fragen werden ab sofort keine mehr beantwortet. Die Prüfung beginnt JETZT“ Bei dem Wort „Jetzt“
dreht er sich um und verlässt ohne eine Miene zu verziehen das Podium. 4
Der Erste wird aufgerufen. Mit unsicheren und schweren Schritten geht er durch die Tür. Die Tür schließt viel sanfter, als man es erwartet hätte. Leises Murmeln kommt auf. Aha, da unerhalten sich doch einige. Ich schaue mich um, finde aber nicht den Mut, jemand anzusprechen. Der Nächste ist dran. Auch er verschwindet nicht gerade glücklich aussehend hinter der Tür. Nach und nach leert sich der Raum. Es spricht niemand mehr. Wir sind noch ein knappes Dutzend als endlich mein Name aufgerufen wird. Ich werde bestimmt ohnmächtig, wenn ich jetzt zur Tür laufe. Die Strecke schaffe ich nie! Wie ein Roboter setze ich einen Fuß vor den anderen und trete vor die Tür. Mir ist so schwindlig, dass mein Gesichtsfeld schon ganz eingegrenzt ist. Mit Müh und Not kann ich rechts und links die Türrahmen wahrnehmen. Ich muss an meine Frau denken. Ihre Prüfung war schon vor Monaten. Seit dem stand Etwas zwischen uns. Sie versprühte zwar tagsüber Optimismus und war immer gut gelaunt. Aber ich bemerkte immer wieder, wie sie mich, wenn sie sich unbeobachtet fühlte, irgendwie sorgenvoll betrachtete. Mir war die ganze Zeit bewusst, dass sie etwas weiß, über das sie nicht reden kann. Nicht reden darf. Nun, ich werde es jetzt endlich erfahren. Hoffe ich. Dann wird nichts mehr zwischen uns stehen. Ich schüttle die Gedanken ab und sehe mich um. Vor mir steht ein Tisch hinter dem drei Personen sitzen. Links von mir sitzt eine Frau, daneben zwei Männer. Die Frau macht auf mich den Eindruck einer gutmütigen Großmutter. Sie strahlt etwas Liebevolles aus. Ihre Haare sind grau und zu einem Dutt zusammen gesteckt. Der Mann in der Mitte kommt bei mir sofort in die Schublade des Professors. Brille, Haare und Bart, sowie das milde Lächeln das er auf mir ruhen lässt, lassen keinen anderen Schluss zu. Zu dem Typ daneben habe ich keine Idee. Mittleres Alter. Durchschnittliches Gesicht. Kein Bart, keine Brille. Einfach ein ganz normaler Mensch. Das einzige, das ihn auszeichnet, ist seine Verschlossenheit. Er strahlt weder etwas Positives, noch etwas Negatives aus. Verschlossen ist wohl der richtige Ausdruck. Erwartungsvoll schaue ich von einem zum anderen. Der Verschlossene ergreift das Wort: „Als erstes möchte ich ihnen die Spannung, die ihnen so deutlich ins Gesicht geschrieben steht, nehmen. Ich freue mich, ihnen mitteilen zu können, dass sie alle Prüfungen erfolgreich bestanden haben.“ Seine Augen blicken plötzlich irgendwie milde und Stolz auf mich. „Wir müssen Ihnen wohl noch einiges erklären.“ Fährt er fort. „Die Prüfungen, die sie nun ihr ganzes Leben alle fünf Jahre begleiteten, sind jetzt zu einem guten Ende gekommen. Sie werden keiner weiteren Prüfung unterzogen.“ Der Professor fährt fort: „Ihr Intelligenzquotient, ihr emotionale Intelligenz sowie ihre soziale Kompetenz liegen weit über den Durchschnittswerten. Wir sind sehr stolz auf sie. Dazu gehört ihr Genmaterial zu den intaktesten, das wir in den letzten Jahren gefunden haben.“ Die Oma ergreift das Wort: „Wir sollten dem jungen Mann keinerlei Information mehr vorenthalten.“ Beide Männer nicken und blicken auffordernd zu der alten Dame hin. Sie räuspert sich leise und fährt fort. „Ich werde ein wenig ausholen: Wie Sie wissen, hat die große Epidemie im Jahre 2057 die Erdbevölkerung von 12 Milliarden auf weniger als 1 Milliarde zusammengeschrumpft. Die Kriege, die in den darauf folgenden 40 Jahren immer wieder ausbrachen, haben nahezu 80% der bewohnbaren Fläche verwüstet und die Atmosphäre nachhaltig vergiftet. Heute existieren noch ca. vier Millionen Menschen verteilt auf ca. 100 geschützten Habitaten, die über den gesamten Planeten verteilt sind.“ Das weiß ich doch alles, wundere ich mich. Bleibe aber ruhig und warte, was jetzt noch kommt. „Was sie nicht wissen können“ fährt die alte Dame fort, „ ist, dass die gesamte Menschheit seit nahezu 50 Jahren unfruchtbar ist. Nur mit außergewöhnlich hohem technischen Aufwand und Einsatz wertvoller Ressourcen gelang es uns in der Vergangenheit, die Menschheit zu erhalten. Aber unsere Ressourcen gehen zu Ende. Wir sind einfach zu Viele für die noch verbleibenden Ressourcen. Die Menschheit muss in den nächsten 100 Jahren drastisch reduziert werden, damit nicht alles in einem Kollaps endet. Alle Regierungen der Habitate haben das gleiche Problem. Wir haben uns schon vor mehr als 20 Jahren auf diesen Weg geeinigt. Wichtigstes Auswahlkriterium ist das weitgehend intakte Genmaterial. Die Kandidaten werden die ersten 20 Jahre betreut und geprüft. Der größte Anteil fällt während dieser 20 Jahre aus den unterschiedlichsten Gründen aus dem Raster. Je nach Ergebnis gibt es dann eine Einstufung in drei Kategorien. Stufe 1: Zeugen Stufe 2: Zeugen und austragen Stufe 3: Zeugen, austragen und aufziehen. Sie haben als erster Stufe 4 erreicht! „ Stufe 4? In meinem Kopfrast es. Was soll Stufe 4 sein? Der Professor bemerkt mein fragendes Gesicht und erklärt: „Wir sind keine Ungeheuer. Auch wenn sich der Vortrag meiner Kollegin so anhören mag. Wir haben ermittelt, dass in spätestens 100 Jahren die Ressourcen in allen Habitaten für maximal 5000 Menschen pro Habitat reichen werden, um ein Überleben der Menschheit zu sichern. Die Atmosphäre wird in frühestens 100 Jahren sich soweit regeneriert haben, dass wir wieder draußen atmen können. Die komplette Fauna und Fora, die in den letzten paar hundert Jahren überlebt hat, ist für uns noch so giftig, dass wir uns davon nicht ernähren können. Wir forschen alle mit Hochdruck ständig weiter, versuchen das aber realistisch zu sehen. „Okay, soweit verstanden“ unterbrach ich ihn, „ aber was bedeutet jetzt Stufe 4?“ „Wie gesagt, wir sind keine Ungeheuer. Sie und ihre Partnerin stellen für uns ein Glücksfall dar. Üblicherweise müssen wir bestehende Verbindungen lösen, da nur einer der Partner die Bedingungen erfüllt. Das bringt immer großes Leid über die Paare und bringt dem allem einen bitteren Beigeschmack. Mit Ihnen Beiden erfüllt sich für uns ein Traum. Es ist Liebe im Spiel und wir können uns keinen besseren Start für eine neue Menschheit vorstellen. |
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